Über mich

Lotti strich sich verlegen ihre langen Haare hinters Ohr und schaute scheu in die Menge. Sie war nicht besonders gut darin, vor vielen Leuten zu sprechen. Und dann auch noch über sich selbst! Wenn interessierte das? Sie führte ein absolut gewöhnliches Leben, bis auf …

Upps!

Ich bin hier ja gar nicht in meinem neuen Roman, sondern auf meiner Homepage. Tja, nun würde euch wahrscheinlich trotzdem interessieren, wie es weitergeht. Aber ich muss euch enttäuschen: Mein Leben ist wirklich absolut unspektakulär.

Geboren wurde ich in den achtziger Jahren, was zur Folge hatte, dass meine Mutter auf vielen Fotos im Familienalbum Blusen mit überdimensionalen Schulterpolstern trägt und meine Beine sehr häufig in knallengen Leggins (September-April) oder Radlerhosen (Mai-August) steckten. Wahrscheinlich stammt meine Abneigung, fotografiert zu werden, bereits aus dieser Zeit.

Ungeachtet dieser modischen Fehltritte überlebte ich meine Jugend ohne größere psychische Schäden und schaffte – trotz schriftlicher Prüfung in Mathematik – sogar das Abitur. Danach studierte ich Volkskunde, wahrscheinlich, um den seltsamen Sitten und Gebräuchen meiner Familie unserer Gesellschaft auf die Spur zu kommen. Das ist mir zwar nicht ganz gelungen, aber immerhin drückte mir der Abschluss das Siegel »Reif für den Arbeitsmarkt« auf. In den Bereichen Marketing, Werbung und PR fand ich meine vorläufige Heimat – bis sich der Wunsch, vom Schreiben zu leben, nicht mehr zurückdrängen ließ.

Seit 2016 lebe und arbeite ich als freie Autorin. Das kommt nicht von ungefähr, denn bereits als Kind erfand ich gerne Geschichten, liebte später das Fach Deutsch und verschlang jedes Buch, das ich in die Finger bekam. Für meine Lieblingspferdebuchreihe opferte ich mein gesamtes Taschengeld und konnte es immer kaum erwarten, den neuesten Band in den Händen zu halten. In meiner Jugend verfasste ich bedeutungsschwere Gedichte, die zum Glück außer mir niemand gelesen hat. Der erste Roman folgte während des Studiums, schlummert aber unveröffentlicht in einer Schublade vor sich hin. (Und das ist gut so.) Dazu gesellen sich unzählige Kurzgeschichten, die teilweise in Anthologien veröffentlicht wurden. Mittlerweile schreibe ich vor allem heitere Frauenromane, weil ich finde, dass das Leben ernst genug ist.

© Lotti Tomke

In meiner Freizeit lese ich natürlich selbst gerne, treibe ein bisschen Sport oder streife mit meinem Hund durch die Gegend. Also alles ganz unspektakulär, wie oben bereits gesagt. Aber dafür gibt es ja die wunderbare Welt der Bücher und unsere Fantasie – dort sind wir alle Abenteurer!