Autorenklischee #6: Nachteulen

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Es wird gemeinhin angenommen, dass Autoren nachtaktive Wesen sind. Ich gehöre nicht dazu. Ganz und gar nicht.

Mindestens acht Stunden

Wenn mir etwas heilig ist, dann mein Schlaf. Mindestens acht Stunden müssen es sein, gerne auch mehr. Selten, dass ich unter der Woche einmal länger als bis um dreiundzwanzig Uhr wach bin. Undenkbar, nach dieser Zeit noch zu schreiben. Ich würde keinen geraden Satz mehr herausbekommen.

Bei vielen Autoren scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Sie haben in der Nacht die besten Ideen, genießen die Ruhe und die Ungestörtheit. Oder es ist die einzige Zeit des Tages, die wirklich ihnen gehört. Weil sie einen Vollzeitjob haben oder die Kinder versorgt werden wollen.

Purer Luxus

Das ist der größte Luxus in meinem Leben: Schreiben ist mein Beruf. Mit all den Vor- und Nachteilen, die eine Existenz als freie Autorin mit sich bringt. Zugegeben, manchmal bereiten mir die Nachteile schlaflose Nächte. An den Computer setze ich mich dann aber trotzdem nicht. Lieber greife ich selbst zum Buch. Denn was gibt es Schöneres, als in eine Geschichte abzutauchen?

Gute Nacht,